Gedanken eines Arbeitslosen – Reisetagebuch #6

Wieder festen Boden unter den Füßen. Zurück im Hostel! Andere Zimmerkonstellation, selbes Gefühl. Die Ordnung wiederhergestellt und das Gepäck in sicherem Hafen. So kann ich erneut in die City ausziehen. Jedoch ist heute schon Montag und da werde ich in meinem Hostel gebraucht, genauer gesagt, sogar empfangen und dann wahrhaft begeistert. Bis zum Empfang um 10 Uhr ist aber noch jede Menge Zeit für eine kleine Rückblende.

Die erste halbe Woche ist nun um und beim durch die Stadt ziehen, kamen mir weitere Geistesblitze, die beim Jobfinden auch zukünftig hilfreich sein sollen:
Ich beginne mit dem zielführendsten Element: „Talk, talk, talk“. Zumindest empfinde ich es als das. Hier in der Fremde setzte ich mir als erstes ToDo mir einen Namen/ein Standing zu machen, ja so bekannt wie möglich zu werden. „Spread the word of you!“ Nur Leute, die von euch wissen, können euch zum Traumjob bringen. Diese Leute können sich wirklich überall verstecken…

Als ich samstags – noch bei Joe hausend – durch eine große Messehalle laufe und in eine Kinderspaßanlage mit einer großen Hüpfburg gerate, kommt eine solche Aktion. Beim da sitzen und den sich austobenden Kindern zusehen, kommt mir der Gedanke, dass der Job als Aufpasser und Animateur, den die gelb Uniformierten an den Eingängen da verrichten echt erhellend und belebend ist; doch von so viel Freude und Energie umgeben.

Andere Umgebung selber Gedanke. In meinem Hostel komme ich beim Müsli-Schüsselbefüllen und Tee abholen mit einem Mädel ins Gespräch. Sie, hier gerade in der Funktion als Hostelangestellte für die morgendliche Frühstücksfreude, eigentlich aber Reisende, like me. Auch hier wartet also Arbeit, natürlich. Also ran an die Rezeption und fragen, fragen, fragen. Nie abwimmeln lassen, einfach den Tag drauf erneut hinterhersein.

Seinen Lebenslauf ausgedruckt dabei zu haben schadet natürlich auch nicht. Noch viel wichtiger ist es aber seinen gesunden Verstand stets dabei und eingeschaltet zu haben. Immer offen und wachsam für gute Business-Ideen…

Ihr habt schonmal Haare geschnitten? = Friseur im Hostel, fühlt euch fit im Umgang mit Kids? = Nachhilfeflyer in der Stadt verteilt, habt einen oder mehr grüne Daumen? = Einfach mal klingeln und sich als jungen, motivierten Gärtner vorstellen. Ebenfalls Anlaufstellen sind schwarze Bretter in Hostels, Supermärkten oder im örtlichen Community Centre (vglbar mit einem Gemeindehaus). Etwas für den long-run ist auch die Überzeugungsarbeit, die es in den Stores der Reiseveranstalter zu verrichten gilt. Jede Menge deutsche Backpacker wollen für Tagesausflüge wie Skydives, Surfcamps, usw. begeistert werden. Da ist Deutsch zu sprechen definitiv ein Einstellungskriterium! Ihr merkt, die Ideen sind endlos…

Was einem die Arbeitssuche ebenfalls merklich erleichtert, ist, was mich nun beim 10 Uhr Termin erwartet und im Job-Alphabet ganz vorne steht.

A… wie Agency

Veröffentlicht von Hendrik

Ich bin Hendrik, gehöre der Millenium-Generation an und starte - zum Abschluss meines ersten Studiums und dem Beschluss eines neuen Lebenswegs - meinen Blog. Ich gebe euch Einblicke in meine Zukunft, die mich für 2020 zunächst nach Australien führt. Ich hoffe ihr lasst euch ebenso beim Lesen inspirieren, wie ich mich selbst beim Schreiben meines Blogs inspirieren will.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle deine Website auf WordPress.com
Jetzt starten
%d Bloggern gefällt das: