Treffen sich zwei Fremde – Couchsurfing #3

Wieder wirklich wenig Couch, dafür jede Menge gemeinsames surfen. Das scheint mir eine passende Beschreibung für den Nachmittag und das erste Treffen mit Paul zu sein. PAUL steht für: Privateguide, Autofahrt, Ungewöhnlich und Labern.

P wie Privatguide. Seinem schlicht gehaltenen Couchsurfing-Profil entnehme ich, dass Paul bereits den nord- und südamerikanischen Kontinent bereist und bewohnt hat. Ob daher seine Liebe zur Architektur kommt? Auf jeden Fall geht’s als Ziel unseres ersten Treffens zu einer Kunstausstellung; abgehalten in einem Bunker. Richtig, nicht wegen der Kunst, natürlich wegen des Bunkers. Wir inspizieren dunkle Räume, steigen über Schuttberge und entziffern herumliegende Patronenhülsen. Auf dem Weg zu einem Aussichtsplateau erzählt mir der in seiner Jugend Weltreisende von der Geschichte des Ortes. Kanonen und Aussichtstürme berichten von sich verteidigenden Stadtbewohnern. Tatsächlich kamen aber nie Eindringlinge. Die Kanonen wurden seither lediglich für Salutschüsse genutzt. Friedvolle Kanonen. Das lob ich mir.

A wie Auto. An die verschiedenen Orte gelangen wir umhüllt von rot und auf vier Rädern. Die meisten Aussies fahren geländetaugliche Autos und bisher alle in der Automatik-Version. So auch Paul. Der Sprit ist wegen fehlender Steuer noch dazu eine sehr günstige Angelegenheit. Umgerechnet bezahlt man die Hälfte je Liter im Vergleich zu Deutschland. Damit kommen wir selbstverständlich locker an den nächsten Strand; noch dazu an einen von Tourimassen abgelegenen. Auf dem Sand liegend erzählt mir Paul von seiner Couchsurfing-Taktik.

U wie Ungewöhnlich. Da er selbst in kleinem Appartment inkl. Mitbewohner lebt, sich jedoch die Reiselaune erhalten will, mietet er einfach ne Couch. Genauer, er bucht von Zeit zu Zeit ein Hotelzimmer und bietet fremden Kulturen – nach gemeinsamem Rund- und Ausflug in Sydney – eine Bleibe. Reise-Geschichten bei Reise-Atmosphäre.

L wie Labern. Ja das passt einfach. Mit Paul kommt keine langweilige Minute auf und nie stellt sich unangenehmes Schweigen ein. Toller aufmerksamer Typ.

Viele Eindrücke… mal wieder!

Hendrik

Veröffentlicht von Hendrik

Ich bin Hendrik, gehöre der Millenium-Generation an und starte - zum Abschluss meines ersten Studiums und dem Beschluss eines neuen Lebenswegs - meinen Blog. Ich gebe euch Einblicke in meine Zukunft, die mich für 2020 zunächst nach Australien führt. Ich hoffe ihr lasst euch ebenso beim Lesen inspirieren, wie ich mich selbst beim Schreiben meines Blogs inspirieren will.

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