Oh wie schön ist Sydney – Reisetagebuch #22

Vom letzten Fußabdruck im Park über nostalgische Skateboardbekanntschaften bis hin zum Abschiednehmen mit Musikballade à la Titanic. Zwei Monate Sydney neigen sich gen Ende und die Stadt will gebührend verabschiedet werden. Was bleibt ist eine lange Liste an Erinnerungen. Hier mein best of:

Ganz oben muss ich das auflisten, was mir in Sydney täglich Gelassenheit und Ruhe verschafft hat. Denn auch wenn der Weg nicht immer klar war, so wurden es meine Gedanken beim Spaziergang in Sydneys schönsten Parks doch immer. Insbesondere dem Hyde Park und dem Royal Botanic Garden verdanke ich unzählige Ideen und Geistesblitze. Interessant für einen tiefergehenden Besuch ist der von altersweisem Tourguide geführte Rundgang durch den großen Royal Botanic Garden nahe des Opernhauses. Da die Guides auf freiwilliger Basis erzählen ist das Angebot kostenlos. Die Geschichten sind Fairerweiß aber auch unbezahlbar.

Um weiterhin ein wenig ins Grübeln zu kommen (mich den ganzen Nachmittag und eine unruhige Nacht), geht man am besten auf den Spuren von deutscher Geschichte ins Jew Museum Sydneys. Highlight meines Besuchs: Erneut eine geführte Tour mit zahlreichenden packenden, unter die Haut gehenden Geschichten und dem anschließenden Treffen von Eddie, einem 94-jährigen jüdischen Überlebenden von Dachau. Er erzählt mir und einer deutschen Backpackerin, die heute auch einen auf Kulturtag macht, von seiner Geschichte und zeigt uns seine Häftlingsnummer; tätowiert auf dem linken Unterarm. Packend und oberstübchenbewegend. Nur einen Tag später finde ich in einem 2HandShop das Buch über eine Kinderfreundschaft, die sich über einen Arbeitslagerzaun entwickelt. „The boy in the striped pyjamas“ ist ein wirklich empfehlenswertes Buch, das ich geradezu verschlungen habe (einfachstes Englisch, kann man mal versuchen).

Natürlich nehme ich auch im Hostel Abschied, jedoch mit mehr lachendem als weinendem Auge. Genug Kakerlaken gejagt! Eins lass ich mir dann zum Schluss trotzdem nicht nehmen. Beim meine Sachen für die Weiterreise packen und aussortieren, beschere ich Sebastián eine vierrädrige Freude. Der Freund von der Stühlerückarbeit ist selbst leidenschaftlicher Skater und freut sich rießig über die neuen Teile von meinem Board. Mich freuts auch!

Damit wars das. Mit gepacktem Backpack ziehe ich also los ins morgen. Voller Vorfreude und auch mit kleinem Herzschmerz. Halbstarker Gefühlscocktail. Ein Schmunzeln kommt auf. Auf dem Weg zum Bahnsteig spielt eine Straßenkünstlerin voller Leidenschaft den tragischen Song „Time to say goodbye“ von Sarah Brightman und Andrea Bocelli.

Goodbye Sydney, werde dich auch vermissen!

HENDRIK

Veröffentlicht von Hendrik

Ich bin Hendrik, gehöre der Millenium-Generation an und starte - zum Abschluss meines ersten Studiums und dem Beschluss eines neuen Lebenswegs - meinen Blog. Ich gebe euch Einblicke in meine Zukunft, die mich für 2020 zunächst nach Australien führt. Ich hoffe ihr lasst euch ebenso beim Lesen inspirieren, wie ich mich selbst beim Schreiben meines Blogs inspirieren will.

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