Zu neuen Ufern – Reisetagebuch #23

Nach dem Großstadtgerummel von Sydney freue ich mich auf dem Weg zur Farm insbesondere auf mehr Familienbezug uns ein tiefergehendes Miteinander. Wie ich da im schaukelnden Zug dösend sitze und an mir langsam die Landschaften von Städten wie Wolli Creek, Wollongong und Berry (es geht südwärts) vorbeiziehen, höre ich – selbst auf der Reise ins Unbekannte – von einer, die es in noch unbekanntere Gewässer verschlägt. Wortwörtlich, denn „Laura Dekker“ erzählt im Spotify-Podcast Unfolding Maps von ihrer Reise durch die Ozeane. Mit eigenem Segelboot und nichtmal 15 Jahren Lebenserfahrung umschifft sie alleine die Welt (hier seht ihr sie). Als ich das höre bin ich direkt hellwach und mal wieder überrascht wie der eigene Lebensweg doch immer nur im Verhältnis als wagemutig oder gar riskant gesehen werden kann.

Und im Null Komma Nichts hält mein zwischenzeitlich auch gut schaukelndes Gefährt bei einer Station, an der ich bereits sehnlichst erwartet werde. Freudig energetisch läuft mir da ein breitschultriger Mann entgegen; mich zu begrüßen. „You have to be Hendrik!“ Mit festem Händedruck und großem Grinsen im Gesicht zeigt er nur auf sein Auto (einen VW) und hebelt meinen sperrigen 15kg Rucksack, den ich da langsam anschleppe, mit einem Ruck aus dem Handgelenk in die Luft und auf die Rückbank seines Wagens. Ich kann mir ein Lächeln nicht verkneifen und mich befällt beim Anblick dieser Szene sofort das Gefühl von Heimat und Geborgenheit; und das nicht nur aufgrund vom deutschen Autokomfort.

Lindsay heißt der 53-jährige mit dem ich sofort in ein lockeres Kennenlerngespräch komme. Er meint, dass wir beide großes Vorhaben. Da bin ich sicher! Bei der Autofahrt wird mir klar, was der ausschlaggebende Grund ist, warum ich heute hier gelandet bin. Patrick! Lindsay meint, dass Patrick (mein 1a Mittelsmann) am Telefon nur so von mir geschwärmt habe und letztendlich er der Grund war, dass ich von Lindsay eingeladen wurde. Ich bin mal wieder heilfroh und einfach nur dankbar, dass ich mit meiner Organisation PractiGo zu Patrick von WorknHoliday gekommen bin.

Und nun zur Familie von Lindsay. Seine Frau Ulla, die ich sogleich beim Einfahren kennenlernen darf, freut sich über den Blumenstrauß, den ich, gewitzt wie ich bin, noch bei der Anreise vom Wegesrand aufgabeln konnte. Auch ich bin guter Laune just mal wieder auf europäische Freundlichkeit zu stoßen; Ulla ist geborene Dänin. Angekommen bin ich somit nicht nur bei Familie Sinclairs sondern auch in einer kleinen Stadt mit Strand und Hafen. Ulladulla heißt das Örtchen in dem ich zunächst in einem von Lindsays Motels einchecken.

Vorerst darf ich hier in großem Zimmer verweilen, es mir gemütlich machen und heute und morgen doch erstmal entspannen. So lässt sichs leben. Eigene Dusche, großes Bett und kostenloses Frühstück. Klingt ja echt gut aber war da nicht was mit Farm?

Was es damit auf sich hat, soll ich schon bald mit meinen eigenen Sinnen erfahren!

Hendrik

Veröffentlicht von Hendrik

Ich bin Hendrik, gehöre der Millenium-Generation an und starte - zum Abschluss meines ersten Studiums und dem Beschluss eines neuen Lebenswegs - meinen Blog. Ich gebe euch Einblicke in meine Zukunft, die mich für 2020 zunächst nach Australien führt. Ich hoffe ihr lasst euch ebenso beim Lesen inspirieren, wie ich mich selbst beim Schreiben meines Blogs inspirieren will.

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