Farmurlaub mit Anzeichen von Quarantäne – Reisetagebuch #31.3

Rückblende April/Mai 2020: Quadrennen auf der Farm, Wanderungen ins dichte Grün und der beste Schmusegefährte. Wie geil und farbenfroh das Farmlife in Australien sein kann, möchte ich euch hier anhand meiner schönsten Erinnerungen auf Lindsays Farm zeigen.

Was hat fast jeder Farmer hier in Australien? Viel zu viel Land in dem man zu Fuß wohl ewig unterwegs wäre. Deswegen nochmal: Was hat fast jeder Farmer hier in Australien? Richtig, ein Quad! Und dessen Grenzen haben Zoë und ich – auch nach der Arbeit – auf den Feldwegen der Farm ordentlich ausgestest. Ob zu zweit, freihändig, bergauf oder bergab. Neben Adrenalin und Spaß habe ich für mich hierbei verstanden dass einem Leben ohne Quad einfach eine Sache fehlt. Ein Quad. Deshalb steht ein solches definitiv auf meiner Erwachsenenshoppingliste.

Die herrliche Natur eingerahmt von stets sonnigem Wetter hat unsere Backpackertruppe ebenfalls täglich motiviert die Gegend zu erkunden. Bei unseren Wanderungen durch den Busch haben wir Wasserfälle entdeckt, Kängurus aufgescheucht und andere Farmer besucht. Noch cooler wurden nur die Ausflüge mit Lindsay, bei denen er uns zu den versteckten Highlights der Umgebung hinführte; secret spots wie abgelegene Strände, Klippen mit Blick über unendliche Baumwipfelweiten oder zu und in verborgenen Schluchten. Stets dabei war ein Seil um uns ab- und aufzuseilen. Abenteuerausflüge waren garanriert.

Die Orte waren immer eine Augenweide (wohl auch weil man sich nach dem Schlaglöcherweg wie ausgeweidet gefühlt hat) aber das für mich besondere war stets unsere Gemeinschaft.

Im Auto Witze machend wurden Reisegeschichten geteilt bei denen man den anderen aber auch sich selbst besser kennenlernen konnte. Tim, der äußerst technikaffin und absolut Gadget verliebt war, hat oft seine Drohne auf die Trips mitgenommen, mit der auch ich meinen Spaß hatte.

Weiterhin unser Gruppe vervielfältigt hat Kaylehm, der 16 jährige Sohn von Lindsay, der stets bei Ausflügen und Späßen auf der Farm mit dabei war. Mit ihm habe ich viel Zeit im Gym der Farm verbracht, wo er – als Footballspieler – mir täglich meine Grenzen aufzeigte. Bei unseren gemeinsamen Joggs/Sprints durch den Wald hat er dann aber am lautesten geschnauft. Es war ein Geben und Nehmen.

Wunderbar war auch der schwarzweiße Zottelberg, der mich morgens immer überschwallend begrüßt hat. Mit Hofhund „Boss“ (Lindsays Namensidee) habe ich so manche Stunden bei Sonnenuntergang auf der Terrasse verbracht. Eine Massage nach einem langen Tag tut einfach gut, muss sich Boss gedacht haben, wenn er mich mal wieder mit seiner Schnauze und großen Augen angestupst hat.

Ich könnte noch lange weiter über die tollen Sachen die ich erleben durfte schwärmen, aber am Ende sind es die Kleinigkeiten. Mit Lindsays Frau Ulla bei Country Rock im Auto (bei Vol. 50) die Köpfe im Takt zu wippen und viele Momente mehr lassen für mich die Farmzeit nur mit einem Wort zusammenfassen:

Familie

Hendrik

Veröffentlicht von Hendrik

Ich bin Hendrik, gehöre der Millenium-Generation an und starte - zum Abschluss meines ersten Studiums und dem Beschluss eines neuen Lebenswegs - meinen Blog. Ich gebe euch Einblicke in meine Zukunft, die mich für 2020 zunächst nach Australien führt. Ich hoffe ihr lasst euch ebenso beim Lesen inspirieren, wie ich mich selbst beim Schreiben meines Blogs inspirieren will.

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