A wie Agency – Reisetagebuch #7.3

Mit dem nun vollen Bauch ist der Kopf mit gutem Treibstoff für die Nachmittagsrunde versorgt. Und das ist auch gut so; jetzt geht’s ins Volle.

Allzeit und in alle Richtungen vernetzt (in meinen Augen besser als jede Spinne hier in Australien) kommt sogleich ein Mann daher, der uns fürs strahlende Arbeitsleben fit machen will. Damit auch dieser Teil im Work&Travel nicht zu kurz kommt, gibt’s nun vom sofort sympathischen Patrick eine Introduction zu:

  • CV/Lebenslauf
  • Interview/Bewerbungsgespräch
  • Cards/Zertifikate

Wusstet ihr z. B., dass sich in der Jobwelt der Aussies niemand mit dem Nachnamen anspricht oder -schreibt? Ja, auch nicht wenn ihr die ersten Mails beim Bewerben rausschickt. Kleinigkeiten wie diese oder auch große Erleichterungen wie ein automatischer Lebenslauf-Generator (einfach online) sind es, die das Treffen auf Patrick besonders interessant und lehrreich machen. Von Bedeutung sind auch seine weitreichenden Kontakte, die mir die Sydney-Zukunft erleichtern sollen.

Weiterer Benefit der Agentur ist nicht zuletzt der Zugang zu einer Website, auf der man Infos, Vorlagen und Job-Angebote findet. Viel für die Allgemeinheit und zum sich selbst durchklicken. Wirklich begeistern kann mich Patrick dann nochmal zum Schluss. Ich kann es nämlich gar nicht abwarten mich auch mit ihm für morgen persönlich zu verabreden. Auf zu individuellen Plänen, auf zu meinem individuellen Work&Travel!

Vorfreude ist da, trotzdem raucht erstmal der Kopf. Ab in den Park und entspannen; die Sonne erledigt den Rest…

Hendrik off

A wie Agency – Reisetagebuch #7.2

Anknüpfend an die schöne australische Welt werden wir nun von Flo in und an die größten Städte, Nationalparks und traumhafttesten Strände entführt; das zumindest via Fotos und Vortrag. Um eine bessere Vorstellung von möglichen Reisezielen zu bekommen, hilft das Kennenlernen der verschiedenen Highlights im jeweiligen Bundesstaat und weht einem gleichsam neue Reiserouten in den Kopf.

Kure Zeit später und im fliegenden Wechsel betritt einer mit den folgenden Attributen den Raum: groß, durchtrainiert, langes Haar und braun gebrannt. Na? Klar, in Australien muss das ein Surfer sein!

Eamon schwärmt natürlich sofort vom Volkssport Nummer 1; bei so vielen Stränden (inkl. Wellen) kein Wunder. Nebenbei lebt er sein Hobby seit Kindheitstagen nun auch als Beruf in einer Surfschule aus. Interessanter Lebensansatz! Wer surfen will, hat mit Australien auf jeden Fall beste Karten, das zu tun. Und wenn ich davon höre, dass Eamon jedes Jahr mit Surfkumpels und Brettern im Gepäck die Küsten entlangführt und gleichsman -surft, komme ich selbst in Träumen. Beautiful Australia!

Wieder back to Flo, der natürlich noch andere bezaubernde Seiten des Kontinents vorweisen kann. Wirklich hilfreich ist – und hier erneut ein großes Lob an meine Reiseorganisation PractiGo für die Vermittlung – seine individuelle Ader. Nach der Vorstellung der Slides vor unserer Backpackerrunde wird sofort ein privater Face-to-Face-Treff im Büro ausgemacht. Meine schon vorhandenen Pläne, weitere Gedanken, konkrete Vorschläge und vieles mehr sollen hier besprochen werden. Klingt fresh. Der Mann kommt mir wie ein stets kreativer, teils verrückter und enorm inspirierender Bruder vor. Bin gespannt auf unser Meeting!

Nach so viel inhaltlichem Input braucht die Runde aber erstmal Kohlenhydrat-Input. Den gibt’s mit zwei belgischen Rucksackreisenden, Chris und Mathieu…

Mahlzeit!

A wie Agency – Reisetagebuch #7.1

Den Nutzen in meiner Reiseorganisation PractiGo habe ich anfangs vor allem in dieser als Ansprechpartner bei der Reisevorbereitung und Ankommen in Australien gesehen.

Nun ist es Montag, den 13. Januar und ich beginne zu verstehen, was damit noch alles einhergeht. Um 10 Uhr kommen wir (ich und andere Backpacker) im 2. Stock des Hostels zusammen, welches sich die Etage mit einer Reise-Schrägstrich-Job-Agentur teilt. Und in dieser ist man duch PractiGo nicht nur Mitglied und Kunde, sondern wie ich empfinde, man fühlt sich wie in einer kleinen Familie; man bekommt Unterstützung bei allerlei.

Da ist z. B. Shinya, ein japanischer, junger Mann, enorm strebsam, Meister im Multitasking, ständig unter Strom und mit großartigen Fähigkeiten in Microsoft (wie Word und Powerpoint). Manchmal glaube ich er versteht das Programm besser als es sich selbt. Von ihm bekommen wir zum Start via Präsi einigen Input über unsere selbstgewählte neue Heimat. War euch klar, dass man Deutschland flächenmäßig locker 20 mal in Australien verteilen kann? Oder man über 27 Jahre benötigen würde, um alle der Strände zu besuchen, die es hier gibt (bei einem Strand pro Tag).

Auch Thema Krabbel- und Wassertiere, das Thema Sonne und wie man entspannt von A nach B kommt, erleichtern den immer noch auftauenden, deutschen Körper doch Slide für Slide. Da sich unserer Referent in Sydney wie ein Einheimischer auskennt, wird er mir auch in Zukunft immer wieder gute Tipps und Tricks zeigen; ich finde wie von einem großen Bruder.

Nach dem er uns auf die Erkundung von Australiens Flora und Fauna heiß gemacht hat, soll das Feuer direkt genutzt werden, um einige sehenswerte Spots kennenzulernen: es geht um Touri-Anhaltestellen. Hierfür kommt ein neues Familienmitglied (der Agency) auf die Bühne.

read soon…
Hendrik

P. s. Im nächsten Video geht’s um die von Shinya berichtete Tierwelt Australiens

Treffen sich zwei Fremde – Couchsurfing #1

Weltoffenheit, Nächstenliebe, Wissbegierde – wo finde ich Menschen mit diesen Attributen? Die Antwort ist simpel und steht bereits in der Headline.

Couchsurfing (kurz auch Cs) bietet seit 2004 eine solche Möglichkeit für jedermann, der ein Handy bedienen kann. Das Registrieren auf dem Portal ist kostenlos und fix ist ein Profil mit Namen, Foto und kleinem Steckbrief hochgeladen. Nun kanns losgehen. Location wo’s hingeht auswählen, Leute vor Ort anschreiben und einfach treffen. Trotz der Anonymität bemerkt man schnell das Interesse der Menschen von mir, dem anreisenden Weltenbummler, mehr zu erfahren. Die meisten haben eine ähnliche Vorgeschichte und teilen gerne Reisetipps, gemeinsame Speisezeit und eine Schlafgelegenheit mit dem oft doch sehr spärlich Ausgestatteten. Wie gerne sie das tuen, merke ich bereits in Deutschland. Sobald ich dort poste bald in Sydney zu wandeln, schreiben mich nämlich bereits zahlreiche Interessierte an.

Belustigt hat mich auch die Art und Weise wie Couchsurfing genutzt werden kann und wird. Man kann selbst hosten (sprich Asyl gewähren) oder einfach bei jemandem der Zuflucht-Suchende sein, sprich dort nächtigen. Das für mich verblüffende ist aber die Tatsache, dass es jede Menge Mitglieder gibt, die euch auch einfach auf ein Bier oder gleich einen Tagestrip einladen. Singles und Alleinstehende und dazu noch weltwache Menschen sind das bei mir bisher gewesen, die sich eben genauso über gute Gesellschaft freuen wie ich das tue. Genial einfach!

So berichte ich euch bald mit unter von meinen Abenteuern mit Serge und Paul, mit denen es schon in verschiedene Ecken von Sydney ging. Einfach so, via Auto in die Berge… lest bald…

Hendrik

P. s. Das Motto von Couchsurfing heißt: Share your rooms with friends you haven’t met yet!

Gedanken eines Arbeitslosen – Reisetagebuch #6

Wieder festen Boden unter den Füßen. Zurück im Hostel! Andere Zimmerkonstellation, selbes Gefühl. Die Ordnung wiederhergestellt und das Gepäck in sicherem Hafen. So kann ich erneut in die City ausziehen. Jedoch ist heute schon Montag und da werde ich in meinem Hostel gebraucht, genauer gesagt, sogar empfangen und dann wahrhaft begeistert. Bis zum Empfang um 10 Uhr ist aber noch jede Menge Zeit für eine kleine Rückblende.

Die erste halbe Woche ist nun um und beim durch die Stadt ziehen, kamen mir weitere Geistesblitze, die beim Jobfinden auch zukünftig hilfreich sein sollen:
Ich beginne mit dem zielführendsten Element: „Talk, talk, talk“. Zumindest empfinde ich es als das. Hier in der Fremde setzte ich mir als erstes ToDo mir einen Namen/ein Standing zu machen, ja so bekannt wie möglich zu werden. „Spread the word of you!“ Nur Leute, die von euch wissen, können euch zum Traumjob bringen. Diese Leute können sich wirklich überall verstecken…

Als ich samstags – noch bei Joe hausend – durch eine große Messehalle laufe und in eine Kinderspaßanlage mit einer großen Hüpfburg gerate, kommt eine solche Aktion. Beim da sitzen und den sich austobenden Kindern zusehen, kommt mir der Gedanke, dass der Job als Aufpasser und Animateur, den die gelb Uniformierten an den Eingängen da verrichten echt erhellend und belebend ist; doch von so viel Freude und Energie umgeben.

Andere Umgebung selber Gedanke. In meinem Hostel komme ich beim Müsli-Schüsselbefüllen und Tee abholen mit einem Mädel ins Gespräch. Sie, hier gerade in der Funktion als Hostelangestellte für die morgendliche Frühstücksfreude, eigentlich aber Reisende, like me. Auch hier wartet also Arbeit, natürlich. Also ran an die Rezeption und fragen, fragen, fragen. Nie abwimmeln lassen, einfach den Tag drauf erneut hinterhersein.

Seinen Lebenslauf ausgedruckt dabei zu haben schadet natürlich auch nicht. Noch viel wichtiger ist es aber seinen gesunden Verstand stets dabei und eingeschaltet zu haben. Immer offen und wachsam für gute Business-Ideen…

Ihr habt schonmal Haare geschnitten? = Friseur im Hostel, fühlt euch fit im Umgang mit Kids? = Nachhilfeflyer in der Stadt verteilt, habt einen oder mehr grüne Daumen? = Einfach mal klingeln und sich als jungen, motivierten Gärtner vorstellen. Ebenfalls Anlaufstellen sind schwarze Bretter in Hostels, Supermärkten oder im örtlichen Community Centre (vglbar mit einem Gemeindehaus). Etwas für den long-run ist auch die Überzeugungsarbeit, die es in den Stores der Reiseveranstalter zu verrichten gilt. Jede Menge deutsche Backpacker wollen für Tagesausflüge wie Skydives, Surfcamps, usw. begeistert werden. Da ist Deutsch zu sprechen definitiv ein Einstellungskriterium! Ihr merkt, die Ideen sind endlos…

Was einem die Arbeitssuche ebenfalls merklich erleichtert, ist, was mich nun beim 10 Uhr Termin erwartet und im Job-Alphabet ganz vorne steht.

A… wie Agency

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